Grenzen sind gestern.
Die Welt — ein Dorf.

Felicitas Stephan (Violoncello) und Wolfgang Lehmann (Gitarre)
Spanische und südamerikanische Musikperlen

Felicitas Stephan (Violoncello) und Wolfgang Lehmann (Gitarre) stellen vor allem spanische und lateinamerikanische Musik vor, die sowohl von der klassischen Tradition als auch von der vielfältigen Volksmusik beeinflusst ist. Dabei verspricht die außergewöhnliche Verbindung von zwei in Tonlage, Material und Form verwandten Instrumenten ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis – denn die Kombination von gezupften und gestrichenen Tönen ermöglicht ein Klangfarbenspektrum, das in der Kammermusik seinesgleichen sucht.

Das Duo, das seit über 10 Jahren im In- und Ausland konzertiert, hat sich nach einem der berühmtesten Musiker des 20. Jahrhunderts, dem spanischen Cellisten Pablo Casals, benannt.

Obwohl Felicitas Stephan und Wolfgang Lehmann an derselben Hochschule studierten, bedurfte es vieler Jahre und einer Reise nach Spanien, bis sie sich kennenlernten. Als sie sich 1996 schließlich im mallorquinischen Soller trafen, glich dies einer kreativen Faszination auf den ersten Ton: Beide in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt. Ein Duo entstand, das sein dramatisches Temperament in den großen Werken der spanischen nationalen Schule ebenso zum Ausdruck zu bringen vermag wie in den Pretiosen alter Musik.

Ihre CD „Brasileiro“ ist weder klassisch noch ehrwürdig. Sie ist vielmehr eine Verbeugung vor den großen Kompositionen brasilianischer Gegenwartsmusik. Ihren Urhebern, allesamt polyglotte Weltbürger, geriete ein jeder Grenzbegriff zum Gefängnis ihrer Originalität: So verleugnen denn auch die Werke von Villa Lobos, Almeida, Gnattali, Gismonti und Zenamon nie ihre lateinamerikanischen Wurzeln. Sie vereinen vielmehr in brillantem Cross-Over die beispiellose, traditionsverbundene Rhythmik und Melodik brasilianischer Folklore mit Stilelementen des amerikanischen Jazz und Fragmenten europäischer Kammermusik. Auch Buck Wolters, der Gitarrist und Komponist aus Bergkamen im Ruhrgebiet, webt brasilianisches Kolorit in seine erdverbundenen Kompositionsmuster. Er hat seine Komposition „Wood Seasons“ dem Duo Casals gewidmet. Es ist eine Hommage an den Zyklus von Werden, Leben und Vergänglichkeit, die auf der CD als Ersteinspielung zu hören ist.

Grenzüberschreitend nicht zuletzt der unkonventionelle Dialog zweier durch Tonlage, Material und Form verwandter und doch so gegensätzlicher Instrumente. Dabei lässt erst die rhythmische Potenz der Gitarre die gesangliche Saudade des Violoncellos geradezu körperlich spürbar werden: jene kollektive brasilianisch-portugiesische Wehmut, die menschliche Sehnsucht nach Vereinigung des Unvereinten. Diese Musik ist ein meisterhafter Ausdruck dieses Sehnens: Der Traum von einer Welt jenseits der Grenzen, in der die Seele den Verstand regiert.

Aktuelle CD:
Sonho Brasileiro


 

Pressestimmen

… ein Duo, das in den Jahren seines Zusammenspiels zu einer homogenen, auf hohem musikalischem Niveau musizierenden Einheit verschmolzen ist…
(Hellweger Anzeiger 30.06.2015)

… Ein hypnotisierend schönes Konzert mit einem sehr feinsinnig abgestimmten Programm … ein Geschenk für die Ohren!
(Der Westen 08.05.2015)

Schon beim ersten Stück, dem „Intermezzo“ von Enrique Grandados, wurde deutlich, wie gut sich die Tiefe und Schwere des Cellos und die kraftvolle Leichtigkeit der Gitarre ergänzen.
(Hellweger Anzeiger 30.06.2015)